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 Das liebliche Leimental am Fusse des Juras hat in den letzten hundert Jahren eine starke Wandlung erfahren. Was sich um 1900 noch als Tal der Bauern respektive, Versorgungsgegend von Basel präsentierte, hat sich via Arbeitsreservoir der Grossindustrie zur Wohnlandschaft und zum Naherholungsgebiet der Stadt Basel gewandelt.

Der Aufschwung verlief parallel zur Entwicklung der Stadt Basel, deren Industrie und dem Ausbau der Birsigtalbahn, respektive der BLT. Arbeiteten vor hundert Jahren die meisten Leimentaler noch in der Landwirtschaft oder als Handwerker im eigenen Dorf, so wurde nach und nach Basel der Arbeitsort der meisten Talbewohner

Anfang des Jahrhunderts prägten die Bräuche und das alte überlieferte Gedankengut noch das Dorfleben. Je mehr die Industrialisierung fortschritt, um so mehr ging davon verloren. Zum Glück schlossen sich Interessierte zusammen und sorgten dafür, dass möglichst viel des Kulturgutes erhalten bliebt. Die vielen neu im Leimental auftretenden Dialekte, respektive Sprachen, sowie Fernsehen und Radio lassen die in jedem Dorf gesprochenen Nuancen des Dialektes verschwinden. So kann man nicht mehr auf Anhieb feststellen, ob das Gegenüber aus Oberwil, Therwil oder Metzerlen kommt.

Der 1901, im Zusammenhang mit dem Ausbau der Birsigtalbahn, gegründete Verkehrsverein des Birsig- und Leimentals setzte sich von Beginn weg zum Ziel, sich für das Kulturgut einzusetzen. Anfänglich standen sicher preiswerte Fahrpreise der BTB, die Werbung für das Tal und die bestehenden Kurbäder ( Sie haben richtig gelesen!), das Wandergebiet und die Birsigtalbahn im Vordergrund. Sicher war auch die Förderung des Tourismus und die Attraktivität des Tales für erholungshungrige Basler eine wichtige Aufgabe. Bald aber ging es um das Vertrautmachen der neu angesiedelten Einwohner mit den vorhanden Bräuchen und Kulturdenkmälern. Auch für die Erhaltung von besonderen Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel der Ruine Landskron oder die Chällengrabenschlucht, setzte sich der Verein ein. 

Heute sind nach hundert Jahren die Vorzeichen für den nun als Verkehrsverein Leimental auftretenden Verein anders. Der grosse Tourismusstrom blieb aus; das Leimental wird nun als Naherholungsgebiet für die Stadt Basel genutzt. Der Verein organisiert Besichtigungen von Museen, Dörfern, Ruinen, Ausstellungen und Firmen des Leimentals. Interessante Exkursionen und Vorträge im Zusammenhang mit dem Tal und seiner Umgebung runden das Angebot ab. So manche gut erhaltene Häuserzeile oder interessante Anekdote eines gestandenen Leimentalers erfreuen unsere Mitglieder.

Die Broschüre „Leimental von Binningen bis Burg“ wurde soeben 2008 in ihrer sechsten Ausgabe überarbeitet. Die beiden Veröffentlichungen werden Ihnen eine wertvolle Hilfe beim Erkunden des Leimentales bieten. Für jede Jahreszeit sind geeignete Wanderrouten möglich. Ob Sie Schatten oder Sonne lieben, unser Tal kann Ihnen alles bieten. Geniessen Sie die verschiedenen Gesichter des Tales von den vielen Anhöhen aus. Vom Oberwiler Bernhardsberg, dem Therwiler Stutz, dem Ettinger Amselfels, der Landskron, den Liebenswiller- und den Rodersdorfer Reben aus, erleben Sie jeweils einen neuen Blickwinkel.

kurz und bündig

Mitgliederbeitrag

Einzelpersonen 25 Franken im Jahr

Ehepaare 40 Franken im Jahr

Verkehrsverein Leimental
Postfach 252
CH-4107 Ettingen

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

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